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AKTUELLES 16. NOVEMBER 2020
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Umweltprobleme nicht auslagern

Wir erleben derzeit einen ungeheuren Bauboom: Heute schon wohnen weltweit sieben von zehn Menschen in Gebäuden, für die Beton verbaut, also Zement hergestellt wurde. Bei der Herstellung von 1.000 kg Zement schätzt man, dass bis zu 900 kg des Treibhausgases CO2 entstehen. Damit wäre die Masse an Treibhausgasen fast so groß wie die des produzierten Baustoffs. Das sieht beim Baustoff Holz ganz anders aus.

Sein vermehrter Einsatz trägt dazu bei, Treibhausgasemissionen des Bausektors langfristig zu reduzieren und CO2 der Atmosphäre zu entziehen. Verbautes Holz speichert Kohlenstoff, der erst freigesetzt wird, wenn man das entsprechende Bauteil verbrennt oder verrotten lässt. Werden Bäume geerntet, wachsen neue Bäume nach, die CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen und einlagern. Holz wächst also nach und ist eine Alternative zu Materialien aus endlichen Ressourcen wie etwa Zement.

Und Holz ist genug da. Heimisches Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, auch wenn die seit drei Jahren massiv unter Klimawandel, Trockenheit und Borkenkäfern leiden. Umso wichtiger ist es, das zwangsweise anfallende Holz zu nutzen und es zu verbauen. Es verrotten zu lassen, große Flächen aus der Nutzung zu nehmen und eine "Wildnis" aus zweiter Hand entstehen zu lassen, kann für einen nachhaltigen Umweltschutz nicht der richtige Weg sein, auch wenn einige Vertreter anderer Baustoffe oder von Naturschutzseite etwas anderes behaupten. Vielmehr gilt es jetzt, stabile Mischwälder, die dem Klimawandel trotzen können, zu begründen.

Es ist genug Holz da, sagt z.B. Prof. Dr. Annette Hafner, Leiterin des Lehrstuhls für Ressourceneffizientes Bauen an der Ruhr Universität Bochum, und das sagt u. a. auch der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik am Bundeslandwirtschaftsministerium, dessen Mitglied sie ist. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder nicht zu nutzen, wäre falsch verstandener Naturschutz mit der Folge, dass Holz aus dem Ausland importiert wird. Genau dies würde die Umweltprobleme nur verlagern, wovor das Karlsruher Institut für Technologie aktuell warnt. Will Europa im Rahmen des Green Deals bis 2050 klimaneutral werden, dürfe es seine Ökobilanz nicht durch Importe schönrechnen, sondern müsse selbst nachhaltig wirtschaften. In diese Richtung zielt auch der Appell von 48 Verbänden u.a. aus Bauwirtschaft und Naturschutz an die EU-Kommission. Sollen alle Bedürfnisse weiterhin befriedigt werden, ist das eine enorme Herausforderung, die ohne den flächendeckend und nachhaltig verfügbaren Rohstoff Holz nicht gelingen kann.

Herzliche Grüße, Ihre Redaktion


© Markus Hölzel


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