GD Holz fordert gleiche Öffnungsperspektive für alle Vertriebswege

Kleine Unternehmen im Einzelhandel mit Holz nicht benachteiligen

Der zweite Lockdown ab Dezember bedeutet für den Holzeinzelhandel erhebliche Einschnitte und für viele Unternehmen Umsatzeinbußen von 50 % oder mehr – noch abzuarbeitende Lieferungen oder „click & collect“ bieten hier nur ansatzweise einen Ausgleich. Das teilt der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) mit. Auch der steigende Anteil an Online-Umsätzen könne das Geschäft im Laden vor Ort nicht kompensieren. Besser laufe es nur für die Unternehmen, die neben dem Holzeinzelhandel auch einen Großhandel betreiben.

Der GD Holz fordert daher von den politischen Entscheidern eine Perspektive zur Öffnung der Geschäfte. Gerade mit Beginn der Frühjahrssaison je nach Witterung ab Mitte Februar böten auch Holzeinzelhändler viele Produkte zur Gestaltung von Außenbereichen und Gärten – ein Angebot für den Endverbraucher zur Freizeitgestaltung in Hof und Garten bietet einen willkommenen Ausgleich in den harten Lockdown-Zeiten – die Öffnung der Betriebe sollte daher auf einer überschaubaren Zeitachse ermöglicht werden.

Besonders wichtig sei laut GD Holz die Öffnungsperspektive für alle Vertriebswege mit Holz, weil beim ersten Lockdown in der Mehrzahl der Bundesländer Baumärkte geöffnet bleiben durften, die eine Schnittmenge in dem Sortiment Holzprodukte haben, der Holzeinzelhandel dagegen schließen musste. Das führte aus Sicht des GD Holz zu einer unangemessenen Wettbewerbsverzerrung, die sich aus nicht wiederholen dürfe. Der GD Holz vertritt mit dem Holzeinzelhandel eine Vielzahl kleiner, mittelständischer Unternehmen, die von den Unternehmerinnen und Unternehmern selbst geführt werden.

Der Verband weist darauf hin, dass der Holzeinzelhandel in der Regel über großflächige Ausstellungen verfüge, auf denen die üblichen Hygienekonzepte schon nach dem ersten Lockdown immer in Anpassung an die aktuellen Vorschriften umgesetzt worden seien. Ausstellungsflächen, Beratungsbereiche, Fachmarktcenter und Logistikbereiche seien großzügig gestaltet und erlauben genügend Raum und Abstand für Information, Beratung und Verkauf. Der typische Holzeinzelhandel sei darüber hinaus nicht mit Regalflächen dicht zugestellt, sondern habe große Freiflächen, wie zum Beispiel die Ausstellung für Fußböden – Präsentationen von wertigen Holzböden brauchen Raum und bieten damit Freiraum. Große Deckenhöhen und Fensterflächen ermöglichten zudem eine gute Durchlüftung. Untersuchungen zur Verbreitung des Virus gingen auch davon aus, dass Ladengeschäfte bei der Übertragung keine Rolle spielten, so der GD Holz.

Der GD Holz fordert von der Politik eine Perspektive für den Holz-Einzelhandel. (© Markus Hölzel)