Wie ein Baukasten

Hochschule München entwickelt steckbares Holzbausystem

Ein Team der Fakultät für Architektur der Hochschule München (HM) forscht im Rahmen des Projekts „Digital Craft“ an einem Holzbaustecksystem, das individuelle Planung, automatisierte Fertigung und zirkuläres Bauen miteinander verknüpft. Der vollständig digitale Planungsprozess ermöglicht Gebäudeentwürfe, die automatisiert in Fertigungsdaten überführt und nahezu werkzeuglos zu montierten sind.

Neben der Wahl des Rohstoffes Holz steht besonders die Möglichkeit des sortenreinen Rückbaus im Fokus. Durch die steckbare Verbindungstechnik können sämtliche Bauteile ohne irreversible Befestigungen montiert und wieder demontiert werden. Dies ermöglicht nicht nur eine vollständige Wiederverwertung der Materialien, sondern bietet auch die Möglichkeit diese Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt kostengünstig zu erweitern.

Ein erster Prototyp mit einer Grundfläche von etwa 20 m² wurde bereits realisiert und auf der BAU 2025 präsentiert. Das System ist für urbane Nachverdichtungsprojekte wie Aufstockungen und Erweiterungen von Bestandsgebäuden angedacht. 

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(© J. Krüger)


(© J. Krüger)

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