Nachhaltiges Busdepot

Offene Holzbau-Konstruktion mit Brandschutz im Fokus

Auf einem 4,2 Hektar großen Betriebshof in Stuttgart wurde der erste Bauabschnitt eines modernen Busdepots realisiert und befindet sich seit kurzem in Betrieb. Das Depot wird in Holzbauweise umgesetzt und verfügt über ein ausgeklügeltes Brandschutzkonzept. Anlass ist ein Brand der Vorgebäude von 2021, bei dem zahlreiche Busse zerstört wurden. Der zweite Bauabschnitt folgt planmäßig im Jahr 2026.

Mit Hilfe von verschiedenen Experten wurde ein spezielles Brandschutzkonzept entwickelt: Wetterschutz-Membranen aus PVC, welche in den Dachflächen integriert sind, sorgen im Normalbetrieb für gleichmäßige Belichtung und geben im Brandfall gezielt thermisch nach. Durch das Öffnen dieser Zonen entsteht eine definierte, natürliche Abströmung von Rauch und Hitze. Die Dachelemente werden von massiven Brandwänden getragen, welche eine Kombination aus V-förmigen Stahlbeton-Linsen und wiederverwendeten Mauerwerksziegeln sind. Zusätzlich sollen Feuergassen, welche sich zwischen den Depots befinden, den Brandüberschlag erschweren. 

Holz wurde nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen gewählt, sondern auch wegen seiner Brandschutzeigenschaften: Es besitzt eine definierte Abbrandrate, eine gute Tragstabilität unter Temperaturbeanspruchung und spart Zeit durch die Vorfertigung im Werk.


(© Conné van d'Grachten)

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