Eine Studie der TU-Wien zeigt das Potenzial von Holz- und Holzhybridkonstruktionen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Grundlage der Untersuchung waren 20 geplante oder realisierte Wohnbauprojekte in Österreich, denen jeweils funktionell vergleichbaren Gebäuden in konventioneller Bauweise gegenübergestellt wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Holz- und Hybridbauweisen eine durchschnittliche Einsparung von 204 kg CO2-Äquivalente je Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Gegenüber vergleichbaren Stahlbetonbauten entspricht dies einer Reduktion des Treibhauspotenzials um bis zu 50 %. Die größten Einsparungen wurden bei Tragstruktur und Geschossdecken ermittelt, da dort die höchsten Materialmengen anfallen. Auch bei Gebäuden höherer Gebäudeklassen bleibt der Klimavorteil bestehen, wenngleich zusätzliche Anforderungen an Tragwerk sowie Brand- und Schallschutz das Einsparpotenzial verringern.
Auf Grundlage der Untersuchung wurden die Ergebnisse auf die künftige Wohnbautätigkeit in Österreich übertragen. Die Hochrechnung zeigt, dass bereits eine moderate Erhöhung des Holzbauanteils im mehrgeschossigen Wohnungsbau das Potenzial besitzt, die Treibhausemissionen des Gebäudesektors deutlich zu reduzieren.