Kreislauffähiger und zirkulärer Holzbau

Neuer Leitfaden veröffentlicht

Ein neuer Leitfaden zeigt, wie Holzbauten so geplant, konstruiert und dokumentiert werden können, dass Bauteile und Materialien am Ende ihrer Nutzungsdauer möglichst zerstörungsfrei ausgebaut und wiederverwendet werden können. Die Publikation wurde mit    Unterstützung des Schweizer Bundesamts für Umwelt (BAFU) im Rahmen des Aktionsplans Holz erarbeitet.

Für die Planung kreislauffähiger Holzbauten werden unter anderem die Prinzipien Systemtrennung, Zugänglichkeit und Gleichteiligkeit beschrieben. Insbesondere soll das Tragwerk von Ausbau und Gebäudetechnik entkoppelt werden, damit Bauteile mit unterschiedlichen Nutzungsdauern unabhängig voneinander erneuert oder ersetzt werden können. Zugängliche und lösbare Verbindungen erleichtern den Rückbau. Gesteckte oder geschraubte Verbindungen werden dabei gegenüber geklebten oder geklammerten Verbindungen bevorzugt. Wiederkehrende Bauteiltypen, Querschnitte und Raster können zudem die spätere Wiederverwendung erleichtern.

Eine weitere Rolle spielt die Bauwerksdokumentation. Sie soll die Auffindbarkeit und Zuordnung von Bauteilen, Materialien und Verbindungsmitteln sichern und damit unter anderem die Grundlage für digitale Materialpässe und Urban-Mining-Konzepte schaffen. Der Leitfaden betrachtet die Kreislauffähigkeit auf den Ebenen Gebäude, Bauteilelemente und Material. Diese werden durch die Betrachtung von Verbindungsmitteln und Bauwerksdokumentation ergänzt. Zwei Fallbeispiele, das „Haus des Holzes“ in Sursee und das Studierendenwohnheim „Collegium Academicum“ in Heidelberg, zeigen die beschriebenen Prinzipien anhand konkreter Konstruktion und Verbindungen. 

> Download Leitfaden

> Projektseite „Collegium Academicum“ bei der Holzbau-Offensive des Landes Baden-Württemberg


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