Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Empa, der Berner Fachhochschule und der ETH Zürich hat das Tragverhalten von Holzrahmenwänden mit Fenstern untersucht. Die großmaßstäblichen Untersuchungen zeigen, dass solche Wandsegmente einen messbaren Beitrag zur horizontalen Aussteifung leisten.
In den Tests wurden ein- und zweigeschossige Wände mit zwei nebeneinanderliegenden Fensteröffnungen bis zum strukturellen Versagen belastet. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass auch diese Wände erhebliche Steifigkeit aufweisen. Auf Grundlage dieser Versuchsdaten wird derzeit ein neues Computermodell entwickelt, das Planern künftig ermöglicht, die Tragwirkung realistisch zu berücksichtigen.
Die Resultate liefern damit erstmals eine Datengrundlage, um den Beitrag von Wandabschnitten mit Öffnungen in den rechnerischen Nachweis mit einzubeziehen. Bislang fehlten hierfür anerkannte Modelle.