Wie erfreulich, die Redaktion der 'Bauwelt' aus Berlin vermeldet in ihrem Editorial, dass sie aus einer "unglaublichen Menge" beispielhafter Projekte auswählen konnte, um das aktuelle Heft zu füllen. Zwei Schlagworte finden sich bei allen Projekten: rückbaubar und wiederverwendbar. Die Konstruktionen sind gesteckt oder geschraubt und lassen sie sich wieder auseinandernehmen. Mögliche Nachnutzungen werden von Beginn an mitgedacht und geplant.
Das aktuelle Heft 14 stellt interessante Projekte vor: in Pforzheim baute eine Genossenschaft ein Wohnhochhaus mit 14 Geschossen, und die Stadt Wendlingen am Neckar ein Parkhaus, das klimaneutral errichtet und rückbaubar konstruiert in den Materialkreislauf zurückgeführt werden kann. In Østbirk (DK) wurde eine ehemalige Produktionsstätte zum Innovationscampus eines bekannten Fensterherstellers, der sich in einer alten Lagerhalle einrichtete, deren Altholz bei der Sanierung wiederverwendet wurde. Für ein Wohnhaus im bayerischen Wald verordneten sich die Planer zusätzliche Hürden: Es sollten weder Materialien mit Verbundstoffen wie Leimholz verbaut noch Zement verwendet werden. Wie sie den Bau konstruktiv gelöst haben, erzählen sie im Interview. Und spannend wird zu beobachten sein, wenn im Oktober nach der Weltausstellung in Osaka der 'Grand Ring' mit zwei Kilometern Umfang abgebaut und zu einem riesigen Holzrohstofflager wird (wir berichteten im Newsletter).