Vor rund 400 Jahren hat ein Zimmermann in Süddeutschland beim Hausbau seinen Bleistift im Dachstuhl liegengelassen. Das Exemplar, vermutlich um 1630 zuletzt benutzt, wurde erst in den 1960er Jahren bei der Sanierung eines schwäbischen Hauses entdeckt. Es besteht aus Lindenholz und Graphit, ist eckig ausgeführt und gilt als weltältester erhaltener Bleistift.
Das heute im Firmenmuseum von Faber-Castell in Stein bei Nürnberg ausgestellte Exemplar besitzt bereits die für Zimmermannsbleistifte bis heute charakteristische Form, die verhindern hilft, dass diese vom Dach rollen. Der Bleistift gilt als vergleichsweise junge Erfindung und wurde zunächst vor allem von Handwerkern genutzt.