Die Nachfrage nach generationsübergreifendem Wohnen mit entsprechender Infrastruktur wird größer. Fast die Hälfte der Menschen über 50 hat Interesse, im Alter mit anderen zusammen zu leben. Diese Wohnform stellt eine wichtige Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Wohnraummangel und soziale Isolation dar.
Ein schönes Beispiel für diese Wohnform findet sich in Ahaus im westlichen Teil von NRW. Auf einem 5.600 qm großen Grundstück entstand ein Mehrgenerationenhof als Ensemble aus drei Neubauten und einer renovierten Bestandsvilla. Die drei skulptural geformten, zwei- bis dreigeschossigen Neubauten bilden einen öffentlich zugänglichen Innenhof mit altem Baumbestand. Die renovierte Villa dient als Gemeinschaftshaus für Bewohner und Nachbarn und bildet die adressbildende Eingangszone.
Holz ist wesentliches Bau- und Gestaltungselement des Generationenhofs. Zwei der drei neuen Wohngebäude wurden in Holz-Hybridbauweise, das dritte und größte Gebäude mit zwölf Wohneinheiten wurde mit Vollholzelementen errichtet. Die Architekten Eble Messerschmidt Partner aus Tübingen realisierten höchsten baubiologischen Standard, KfW 55, Energieversorgung mit Geothermie und PV-Anlage.