Ein aus der TU Wien gegründetes Unternehmen hat ein Verfahren zur Herstellung freigeformter Gitterschalen aus Holz entwickelt. Dabei handelt es sich um ein algorithmusbasiertes Aufspannsystem, das ebene Holzlamellen nach dem Prinzip vorgespannter Strukturen in dreidimensionale Geometrien überführt.
Das Grundprinzip des Systems beruht auf der gezielten mathematischen Berechnung sogenannter Geodäten, um eine gewünschte Form über ein lineares Stabtragwerk abzubilden. Nach der Vorfertigung in planebener Ausrichtung wird das Gitter aufgespannt, wodurch sich die räumliche Struktur ausbildet. Speziell entwickelte Verbindungsmittel sorgen nicht nur für eine zuverlässige Verbindung, sondern auch dafür, dass die gesamte Holzstruktur wieder problemlos zerlegt werden kann.
Ein erstes Projekt wurde in Kuchl am Wissenscampus verwirklicht. Ein Pavillon mit einer Spannweite von zehn Metern demonstriert die Umsetzbarkeit dieses Konzepts.