Holzbewehrtes Holz (HBH) verfolgt den Ansatz, materialbedingte Schwächen von Brettschichtholz gezielt auszugleichen. Entwickelt wurde das Konzept am Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der TU München. Grundlage ist die Kombination von Brettschichtholz mit Laubholzfurnieren, die als sogenannte Superlamelle in den Querschnitt integriert werden. Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass sich damit die Tragfähigkeit und Robustheit in kritischen Bereichen deutlich steigern lassen.
Im nun abgeschlossenen zweiten Teil des Vorhabens stand die Überführung des Systems in wirtschaftlich herstellbare Prozesse im Mittelpunkt. Dazu wurde ein Produktionskonzept entwickelt, bei dem Superlamelle und Gesamtbauteil getrennt hergestellt werden können. Als besonders geeignetes Furniermaterial erwies sich insbesondere Buche und für die Verklebung haben sich zwei Klebstoffe bewährt.
Der dritte Projektabschnitt befindet sich in der Vorbereitung. Erste Anwendungen sind bereits im Rahmen von Pilotprojekten mit Zustimmung im Einzelfall möglich.