Constructive Disobedience

Konferenz der TU Braunschweig am 15. und 16. September 2022

Angesichts der dringlichen Klima- und Ressourcenfragen gilt heute mehr denn je, dass die Weiterentwicklung konstruktiver Möglichkeiten wagemutige Experimente in der Baupraxis erfordern. Wer allerdings aus einer Idee zur Architektur heraus einen Vorschlag zur Neuerfindung, Abwandlung, Optimierung oder Reduktion einer Konstruktion formuliert, kennt das große Nein zum Experiment auf der Baustelle.

Ergebnisoffen zu arbeiten gilt einerseits als Prämisse allen Forschens, widerspricht jedoch andererseits den Interessen der Bauherr*innen und der ausführenden Firmen. Während die Wissenschaft fordert, Ergebnisse aus Ideen als provisorisches Wissen zu publizieren, zu testen und im Falle einer Falsifizierung aufeinander aufbauend zu überschreiben, scheint sich im Konstruieren das fehlerfreie Bauen als vermeintlich einzig richtiges Vorgehen in DIN- und BIM- Detailvorschlägen einzuschreiben. Wie aber können wir unsere baulichen Standards angesichts der Klimakrise ernsthaft rekalibrieren und erweitert neu formulieren?

 

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