26. Internationales Holzbau-Forum IHF 2020

Vom 2. bis 4. Dezember 2020 in Innsbruck (A)

Die Tagung 26. IHF 2020 fndet vom 2. bis 4. Dezember im Kongresszentrum in Innsbruck (www.cmi.at) statt und wird wie gewohnt von einer Fachausstellung ergänzt, die nach aktuellem Stand rund 120 Aussteller bilden werden.

Die IHF-Auftaktveranstaltung am Vormittag des 2. Dezember 2020 (Mittwoch) befasst sich mit den Anforderungen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft an den Holzbau und später dann mit dem Planungs-Tool BIM - beides wie gewohnt moderiert von LIGNUM Holzwirtschaft Schweiz.

Nach der Mittagspause werden Fachthemen in vier IHF-Prologen vertieft. Der Architektur-Prolog (Prolog 1) unter der Leitung von Prof. Hermann Kaufmann (TU München) diskutiert unter dem Titel "Seriell versus individuell" die Frage, ob beim industriellen Holzbau womöglich die Architektur unter die Räder kommt. Im Fertigbau-Prolog (Prolog 2) werden Marktveränderungen in der Wertschöpfungskette Holz betrachtet. Es moderiert Georg Lange vom BDF Bad Honnef.

Der Holzhausbau-Prolog (Prolog 3) unter der Leitung des Europäischen Zimmererverbands TCE wendet sich unter anderem der Ertüchtigung, Revitalisierung und Umnutzung des städtischen Gebäudebestands zu. Die aktuellen Entwicklungen im Bereich "Verbindungstechnik" (Prolog 4) werden vorgestellt. Organisiert wird der vierte Prolog von Dr. Gerhard Fink von der Aalto-Universität Helsinki.

Matthias Horx vom Zukunftsinstitut Wien wagt als Auftakt-Referent am ersten Tag des IHF-Kernforums (Donnerstag, 3. Dezember) einen Ausblick auf die Welt nach Corona.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden im Format "Holztragwerke" wieder herausragende aktuelle Projekte des Ingenieurholzbaus vorgestellt, darunter neue Hochhäuser und temporäre Bauten. Im parallelen Vortragsstrang "Holzbauentwicklung" geht es um die Themenkomplexe Klebetechnik, robotische Fabrikation und Ertüchtigung historischer Holzbauwerke. Es moderiert Dr. Simon Aicher von der MPA Stuttgart.

Auch beim 26. IHF werden Studierende der Technischen Hochschule Rosenheim und der Berner Fachhochschule Biel/Bienne (BFH) wieder Inhalte und Ergebnisse von Masterarbeiten vorstellen, und zwar in einem separaten Vortragsstrang am 3. Dezember nach der Mittagspause und in englischer Sprache. FORUM HOLZBAU hatte diese Element 2019 in das IHF-Programm aufgenommen, um in der Ausbildungs- und Nachwuchsförderung einen Akzent zu setzen.

Den Wirtschaftsvortrag am Ende des ersten Kongresstages liefert in diesem Jahr das Ifo-Institut München. Für seine Verdienste um die Holzwirtschaft wird der Holzbauunternehmer Xaver Haas geehrt.

Am Freitag (4. Dezember), dem zweiten Tag des IHF-Kernforums, befassen sich namhafte Referenten in vier parallelen Blöcken (A bis D) mit Projekten aus den Bereichen Ingenieurtragwerke, dem Stadien- und Hallenbau und dem Verwaltungs-, Büro- und Hotelbau im gehobenen Segment. Die Themen im vierten Block unter dem Titel "Abenteuer Holzforschung" behandeln unter anderem die sich auch für den Holzbau ändernden Rahmenbedingungen: Klimawandel und Wald der Zukunft. Es moderiert TUM-Professor Dr. Stefan Winter.

Der IHF-Epilog unter der Leitung von Prof. Wolfgang Winter (TU Wien) bietet die Gelegenheit, sich mit Veränderungen am Bau durch Corona zu befassen. Gesucht sind Antworten für den Städtebau, für die Bewertung von Nachhaltigkeit, die Bautechnik und die Architekturpraxis.