Kompaktprüfstand für Trittschall

Physikalisch Technische Bundesanstalt und Fraunhofer WKI entwickeln Verfahren zur Messung an Bauprodukten aus Holz

Die Physikalisch Technische Bundesanstalt entwickelt zusammen mit dem Fraunhofer WKI einen Kompaktprüfstand für leichte Decken. Mit diesem Kompaktprüfstand wird eine Verringerung des Aufwands bei der Ermittlung der Trittschallkenngrößen gegenüber dem derzeitigen Normprüfverfahren auf etwa 1/10 angestrebt.

Der Ansatz des Vorhabens gestattet es zudem, einzelne Komponenten der gesamten Wirkungskette zu erfassen. So soll der Abstrahlgrad von Holzdecken für die am Markt üblichen Konstruktionen ermittelt werden und in einer Datenbank hinterlegt werden. Bei bekanntem Abstrahlgrad der Holzdecke, kann mit Hilfe einer Messung der Körperschallschnelle an einem verkleinerten Aufbau der Normtrittschallpegel bestimmt werden. Es ist zu erwarten, dass mehr potentielle Ideen auf deren Wirksamkeit untersucht werden, so dass die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens in erster Linie zu einem großen Innovationsschub führen werden.

Hintergrund des Vorhabens ist es, dass zur Ermittlung der schalltechnischen Eigenschaften von Holzdecken der gesamte Aufbau in einem Deckenprüfstand ohne Nebenwege (DIN EN ISO 10140) oder am Bau (DIN EN ISO 140-7) gemessen wird. Für solche Messungen in einem Deckenprüfstand sind stets Decken von ca. 20 m² Größe aufzubauen. Damit ist ein erheblicher Aufwand verbunden, der Innovationen vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen erschwert.

Kompaktprüfstand (Bild: Fraunhofer WKI)