Installation wood passage will urbanen Raum für Holzbau erschließen

Tour startet nach Auftakt auf der BAU in München

Die begehbare Installation wood passage macht die Umwandlung vom Baum zum Haus sinnlich erlebbar. Als gemeinsame Initiative von proHolz Austria, proHolz Bayern und Lignum Schweiz tourt sie ab sofort durch den DACH-Raum.

Erstmals präsentiert wurde sie auf der Messe BAU in München. Vier "Tore" aus Holz, jeweils rund vier Meter breit und vier Meter hoch, skizzieren den Weg vom Baum zum Haus. Bauen mit Holz heißt, aus Bäumen Häuser zu machen und damit einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung zu leisten, Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzbau liefern somit Antworten auf wesentliche Herausforderungen der Zeit. Gerade in den Städten steigt der Bedarf nach Wohnraum rasant an und der moderne Holzbau erweist sich als Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung. Die realisierten Projekte aus Holz werden immer größer, Wohnsiedlungen mit mehreren hundert Wohnungen und sogar Hochhäuser aus Holz entstehen.

Holz wächst laufend im Wald nach und ist verfügbar. Nur rund zwei Drittel des Holzzuwachses in Europa werden genutzt. Wird Holz vermehrt im Baubereich, in den rund 40 Prozent aller Ressourcen fließen, eingesetzt, spart das endliche Ressourcen und ist ein Zukunftsmodell. Zudem bindet jeder Kubikmeter verbautes Holz eine Tonne CO2 und entlastet damit das Klima.

Diese Themen in Städten und im urbanen Raum sichtbar und begreifbar zu machen, ist Ziel der wood passage. Die drei Initiatoren setzen damit auch auf mehr Zusammenarbeit und gemeinsame Holzinformation im DACH-Raum. Denn die Anliegen und Botschaften der Forst- und Holzwirtschaft sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz die gleichen, ebenso wie die Sprache. Daher gilt es in Zukunft noch stärker, Bewusstseinsbildung und Kommunikation zu Holzthemen gemeinsam länderübergreifend zu denken und umzusetzen.

Die wood passage ist ein erstes Umsetzungstool, das von allen drei Holzwerbeorganisationen genutzt und an verschiedenen Stationen im DACH-Raum eingesetzt wird. Das nächste Mal wird die wood passage Mitte Mai im Rahmen der Verleihung des Holzbaupreis Oberösterreich in Linz zu sehen sein. Im Herbst gibt es einen Aufstellungstermin in der Münchner Innenstadt. Entwurf, Gestaltung und Planung der wood passage stammen vom Atelier Andrea Gassner (Feldkirch/A) gemeinsam mit Prof. Hermann Kaufmann und Maren Kohaus von der TU München/D. Holzbau und Statik lieferte Holzbau Fetz (Egg/A).

Die wood passage ist ein echter Hingucker für den Holzbau.
(Foto: proHolzBayern/Christian Hartlmaier)