Grüner Appell zur nachhaltigen Transformation

Deutsche Holzwerkstoffindustrie legt Zehn-Punkte-Plan vor

Der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI) hat einen Zehn-Punkte-Plan zu einer nachhaltigen Transformation der Wirtschaft vorgelegt. "Wir sind überzeugt, dass Investitionen in Umwelt- und Klimaschutz, in kohlendioxidarme Wertschöpfungsketten und Produkte neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung setzen, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken und deutsche Unternehmen widerstandsfähiger gegen künftige Krisen machen. Der Schlüssel liegt in der Effizienzsteigerung der Rohstoff-verwendung und der konsequenten Etablierung der Kreislaufwirtschaft", heißt es darin.

Der VHI benennt zehn Handlungsfelder, damit die nachhaltige Transformation gelingen könne. Dazu gehört vor allem der Bausektor. Zentrale Forderungen sind unter anderem, die anstehende Renovierungswelle des European Green Deal zu nutzen, um den Klimaschutz durch die Verwendung von Holz zu maximieren. Die Konjunkturpakete, das öffentliiche Beschaffungswesen und die Bewertung von Gebäuden müssten dieser Zielsetzung Rechnung tragen, regulatorische Hemmnisse abgebaut werden.

Das Konjunkturpaket im Zuge der Corona-Krise sieht der VHI als "eine einmalige Chance", denn der Wandel hin zu einer noch klimafreundlicheren und widerstandsfähigeren Wirtschaft rücke jetzt in Reichweite. "Die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft erscheint möglicher denn je. Wir können die Corona-Krise und die Klimakrise gleichzeitig bewältigen", so der VHI. Neben der Bewältigung der Corona-Folgen und dem Wiederaufbau der Wirtschaft müsse der Klimaschutz einen Schwerpunkt der EU-Ratspräsidentschaft bilden. "Nachhaltiges Wachstum ist die beste Strategie für Wirtschaftswachstum und ein starkes Europa", so der Verband abschließend.

Holzwerkstoffe sind im Holzbau und damit beim Klimaschutz eine wesentliche Komponente. (© Markus Hölzel)