Holzwirtschaft für den Klimaschutz

Säge- und Holzindustrie appelliert an Politiker aus aller Welt anlässlich COP 23

Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes, verbunden mit einer ressourceneffizienten Holzverwendung schützt laut Bundesverband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH) das Klima dauerhaft und effektiv. Hintergrund ist die 23. Weltklimakonferenz (COP 23) vom 6. bis zum 17. November in Bonn, auf der die Klimaziele der Weltgemeinschaft verhandelt werden. Als Hoffnungsträger zur Erreichung dieser Ziele gelte alut DeSH Holz. Deutschlands wichtigster nachwachsender Rohstoff entzieht der Atmosphäre CO2, ersetzt energieintensive Baustoffe und trägt zum Ausbau der Erneuerbaren Energien bei.

Mit 25.000 Teilnehmenden wird die UN-Klimakonferenz COP 23 die bislang größte zwischenstaatliche Konferenz hierzulande. Neben den Verhandlungen über die künftige Klimapolitik will die Veranstaltung erfolgreiche bestehende Klimaschutzprojekte präsentieren. Zu den Aushängeschildern Deutschlands gehört laut DeSH die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft. Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 bekannte die Weltgemeinschaft, die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen und bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral werden zu wollen. In Bonn werden die Delegierten die Details zur Anwendung des Abkommens verhandeln.

Nachwachsende Bäume entziehen der Atmosphäre nicht nur das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid, sondern binden dieses auch über die komplette Nutzungsdauer. "Weltweit wird Deutschland für seine Waldbewirtschaftung als Vorreiter bewundert", erklärt DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. "Allein in Deutschland könnten 126 Millionen Tonnen CO2 durch Waldbewirtschaftung und Holzverwendung eingespart werden. Das entspreche 14 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands.

Dreißig Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland entfallen bisher auf den Gebäudesektor. Ein erheblicher Anteil entsteht bei der Herstellung der Baustoffe. Durch einen verstärkten Einsatz von Holz könnten vor allem im Bauwesen energieintensive Materialien wie Stahl und Beton ersetzt und damit 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden (Substitutionseffekt), informiert der DeSH.

Hinzu komme die Speicherfunktion von Holz. Das Einsparpotenzial beläuft sich allein in Deutschland auf zwei Millionen Tonnen. Anschaulich gefasst: ein komplettes Holzhaus verbraucht 50 Prozent weniger CO2 als ein Haus in konventioneller, mineralischer Bauweise. Neben dem klimaschonenden Einsatz von Holz im Baubereich bietet auch die Nutzung von Reststoffen für die Erzeugung erneuerbarer Wärme und Strom große Potenziale für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Einsparung von CO2. Der DeSH appelliert an die künftige Bundesregierung und die Weltgemeinschaft, die Bedeutung der Holzwirtschaft für den Klimaschutz zu berücksichtigen.














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